Operative Technologie ins Visier nehmen: Die Sichtweise des Angreifers verstehen

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Das OT-Sicherheitsparadoxon

Industrieorganisationen in ganz Nordamerika investieren massiv in die Sicherheit von Betriebstechnologien: Sie setzen moderne Firewalls ein, implementieren Überwachungssysteme und erstellen umfassende Protokolle. Aber ohne zu wissen, wie geschickte Angreifer diese Umgebungen tatsächlich angreifen, kann Ihre Verteidigungsstrategie grundlegende Lücken aufweisen. Viele Organisationen investieren in Sicherheitstools auf der Grundlage von Annahmen darüber, wie Angriffe ablaufen, aber diese Annahmen stimmen möglicherweise nicht mit den tatsächlichen Vorgehensweisen raffinierter Angreifer überein. Diese Diskrepanz schafft ein falsches Gefühl der Sicherheit.

OT-Umgebungen arbeiten unter einzigartigen Einschränkungen. Im Gegensatz zu IT-Systemen, die auf Flexibilität ausgelegt sind, stehen bei der operativen Technologie Betriebszeit und Stabilität im Vordergrund. Darüber hinaus sind OT-Systeme, die früher isoliert waren, heute zunehmend mit der Unternehmens-IT und Cloud-Plattformen verbunden, was zu noch nie dagewesenen Schwachstellen führt. Angreifer verstehen diese Beschränkungen im OT-Sektor und nutzen sie aus.

Warum Red Teaming Einblicke wichtig sind

Die Branche hat sich verändert. Alte Systeme, die nie für eine Vernetzung konzipiert waren, kommunizieren jetzt über die gesamte Unternehmensinfrastruktur. Sicherheitsteams müssen jahrzehntealte Hardware, Betriebssysteme und Software schützen, die nicht einfach gepatcht werden können. Die Komplexität der Lieferkette, die Ausweitung des Fernzugriffs und konvergente Netzwerke schaffen neue Angriffsmöglichkeiten.

Defensive Teams arbeiten mit unvollständigen Informationen. Sie kennen ihre Systeme und Richtlinien, aber nicht, wie ein Angreifer sie tatsächlich kompromittieren würde. Red Teaming schließt die Lücke zwischen defensiven Annahmen und der offensiven Realität, indem es entscheidende Fragen stellt, wie z.B.:

  • Was ist der Weg des geringsten Widerstands?
  • Wo sind die schwachen Annahmen des Sicherheitsmodells?
  • Wie können sich mehrere kleine Schwachstellen zu einer kritischen Gefährdung summieren?

Durch das Verständnis von Offensivtechniken können Verteidiger von der Reaktion zur Antizipation von Bedrohungen übergehen, was den Unterschied zwischen dem Überleben eines Angriffs und seiner Verhinderung ausmachen kann.

Wie Angreifer OT tatsächlich angehen

Indem sie die Muster der Angreifer verstehen, können Verteidiger Schutzmaßnahmen priorisieren und Kontrollen implementieren, die den tatsächlichen Taktiken der Angreifer entsprechen. Angreifer können die folgenden Schritte nutzen, um in Ihre OT-Systeme einzudringen:

  • Die Aufklärungsphase ist oft die aufschlussreichste Phase.Geschickte Angreifer sammeln gründlich Informationen durch Open-Source-Recherche, Netzwerk-Scans und Social Engineering. Sie erstellen eine Karte der Organisationsstruktur, identifizieren exponierte Systeme und untersuchen veraltete Softwareversionen.
  • Die Identifizierung von Schwachstellen konzentriert sich auf bekannte Lücken.Anstatt nach Zero-Day-Exploits zu suchen, zielen die Angreifer auf ungepatchte Schwachstellen ab. Dies ist besonders effektiv in OT-Umgebungen, in denen die Patching-Zyklen langwierig sind und für ältere Systeme möglicherweise gar keine Patches zur Verfügung stehen.
  • Der initiale Zugriff ist häufig banal.Phishing-E-Mails, schwache Anmeldedaten, ungepatchte Anwendungen und exponierte Fernzugriffspunkte sind gängige Einfallstore. Ein Angreifer könnte den Laptop eines Auftragnehmers kompromittieren oder einen Mitarbeiter dazu verleiten, einen bösartigen Anhang zu öffnen.
  • Seitliche Bewegungen nutzen das Design von OT-Netzwerken aus.Industrielle Netzwerke gehen oft von einem internen Vertrauensverhältnis mit minimaler Segmentierung und schwacher Authentifizierung zwischen den Systemen aus. Ein Angreifer, der ein System mit geringem Wert kompromittiert, kann sich frei in der Umgebung bewegen, wichtige Assets entdecken und die Topologie abbilden.
  • Persistenz und Eskalation folgen vorhersehbaren Mustern.Angreifer richten mehrere Hintertüren ein, erweitern ihre Privilegien und studieren das Betriebsverhalten, um nicht entdeckt zu werden. Sie können sich wochenlang in Netzwerken aufhalten, bevor sie ihre Ziele erreichen, z. B. Daten stehlen, den Betrieb stören oder Sicherheitsvorfälle verursachen.

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